Aktivitäten und Mobilität vor Ort
Vor Ort möchten die meisten Reisenden auch etwas erleben. Dabei sind einige Aktivitäten umweltfreundlicher und sozialverträglicher als andere. Das bedeutet, sie erzeugen keine oder nur sehr wenige CO₂-Emissionen, respektieren die lokale Kultur, unterstützen lokale Gemeinden und schützen die Tier- und Pflanzenwelt. Andere dahingegen verbrauchen nicht nur viel Treibstoff, sondern sind auch geruchs- und lärmbelästigend und zerstören bisweilen sensible Natur.
An ein paar Beispielen wird dies deutlich.
Ordnen Sie die Aussagen den passenden Boxen zu.
Was oben noch nicht genannt wurde, sind Begegnungen mit Tieren. Hinterfragen Sie kritisch, wie diese Tiere dazu gebracht worden sind bspw. als Reit- oder Streicheltiere herzuhalten, Kunststücke aufzuführen oder gar an der Leine mit Tourist:innen spazieren zu gehen. Dieses artfremde Verhalten ist andressiert. In der Regel wurden die Tiere von klein auf von den Muttertieren getrennt und/oder durch Schmerzen gefügig gemacht. Diese „Freizeitvergnügen“ werden von verantwortungsvollen Veranstalter:innen nicht angeboten.
Elefant
Delphin
Esel
Koala
Es gibt auch hier einige wenige Ausnahmen: Vom WWF oder anderen Tierschutzorganisationen zertifizierte Agenturen ermöglichen Tierbeobachtungen unter Berücksichtigung des Tierwohls durch Einhaltung strikter Abstands- und Verhaltensregeln.
Auch Kinder sind häufig in Aktivitäten involviert. In der Folklore-Tanzgruppe, zum Posieren für Fotos, als Guides, für den Verkauf von Souvenirs – häufig sieht man Kinder, die sich im touristischen Umfeld Geld verdienen und dies in der Regel nicht aus freien Stücken tun. Wenn Ihnen oder Ihren Kund:innen in diesen Situationen Kinder begegnen, wenden Sie sich bitte an ECPAT/The Code. Hier können Sie – auch anonym – Anzeige erstatten.
Handlungsempfehlungen
Kleine Gruppen bevorzugen
Empfehlen Sie Aktivitäten mit einer geringen Teilnehmer:innenzahl. Kleine Gruppen sorgen für ein intensiveres Erlebnis, weniger Stress für die Natur und Tiere und eine persönlichere Betreuung.
Umweltfreundliche Fortbewegung wählen
Beraten Sie Ihre Kund:innen, unmotorisierte oder sanfte Fortbewegungsarten zu bevorzugen – z. B. zu Fuß, mit dem Rad oder per Kanu. Vermeiden Sie Angebote mit Quads, Jeeps oder anderen motorisierten Fahrzeugen, die Natur und Tierwelt stark belasten können.
Aktivitäten klar und transparent beschreiben
Achten Sie darauf, dass die Aktivität genau beschrieben ist und viele Informationen bereitgestellt werden z. B. besondere Hinweise zum Schutz von Natur und Tieren. So wissen Ihre Kund:innen genau, was sie erwartet, und können bewusste Entscheidungen treffen.
Empfehlungen von Tier- und Naturschutzorganisationen
Empfehlen Sie Angebote, die von anerkannten Tier- und Naturschutzorganisationen empfohlen oder zertifiziert sind. Logos oder offizielle Empfehlungen geben Ihren Kund:innen Sicherheit und stärken das Vertrauen in nachhaltige und verantwortungsvolle Aktivitäten.
Empfehlen Sie Ihren Kund:innen sich bei ihrem Mobilfunkanbieter nach Roaming im Ausland zu erkundigen oder eine landesübliche SIM-Card vor Ort zu kaufen. So können Sie sich z.B. in Google Maps oder Maps.me im Vorfeld schon Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten heraussuchen und speichern und dann vor Ort über die Routensuche Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin nutzen.
Ein Lesetipp, um mehr Menschen vor Ort und ihre Kultur zu erfahren, sind die Publikationen der Sympathie Magazine. Hier stehen nicht die Sehenswürdigkeiten im Vordergrund, sondern der Alltag der Menschen, ihre Kultur und Werte. Damit wird für ein tieferes Verständnis der Verhältnisse vor Ort gesorgt und ein wahrer Einblick in die Lebenswelten gegeben.